Ein neues Konto trotz SCHUFA

Fast jeder hat ein Girokonto, über das er seine Geldgeschäfte per Überweisung oder Lastschriftverfahren tätigt und im Notfall den eingeräumten Dispositionskredit benutzt. Wer kein Girokonto hat, der begründet das meistens mit einem negativen SCHUFA-Eintrag – doch auch damit ist das Einrichten eines Kontos nicht unmöglich.

Was ist die SCHUFA?

SCHUFA steht für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung und ist eine reine Datensammelstelle. Neben dem vollen Namen, Adresse, Geburtsdatum und – ort laufen hier Daten von Banken, Bausparkassen, Versicherungen, dem Versandhandel usw. ein. Schon das Einrichten eines Kontos führt zu einem Eintrag. Das ist nicht weiter schlimm – problematisch wird es bei einem negativen SCHUFA-Eintrag. Dazu gehören u.a. Zahlungsstörungen, Kündigungen von Konten, der Einzug von Kreditkarten, die Eidesstattliche Versicherung (früher der Offenbarungseid) und Insolvenzverfahren. Bis zu drei Jahren bleiben solche Informationen gespeichert.

Ein Konto ohne SCHUFA – so geht’s!

Bei der Eröffnung eines Girokontos (oder anderen Vertragsabschlüssen) findet man im Vertrag die so genannte SCHUFA-Klausel, mit der man dem Kreditinstitut die Erlaubnis erteilt, Informationen bei der SCHUFA über den Antragsteller einzuholen. Werden negative Einträge festgestellt, wird der Antrag auf ein neues Konto oft abgelehnt – je mehr und je gravierender die Einträge, desto wahrscheinlicher eine Ablehnung.

Einige Banken, vor allem die Sparkassen als öffentlich-rechtliche Geldinstitute, bieten aber Girokonten ohne Schufa-Abfrage und auf Guthabenbasis an. Das heißt: Es wird eine Bankkarte ausgehändigt, mit der Bargeld abgehoben werden kann, Überweisungen können empfangen und getätigt werden, allerdings ohne einen Dispositionskredit nutzen zu können. Der Kontoinhaber muss also immer dafür sorgen, dass das Konto ausreichend gedeckt ist – schon Überziehungen von wenigen Cents werden nicht geduldet.

Aber Vorsicht: vor Allem im Internet werben dubiose Anbieter mit Konten ohne SCHUFA-Auskunft, die aber eigentlich nur die Bearbeitungsgebühren für abgelehnte Anträge kassieren wollen.

Wer ganz auf ein Girokonto verzichten möchte, kann ein Sparkonto anlegen – das kommt ganz ohne Schufa-Abfrage aus und Überweisungen sind meist trotzdem möglich. Allerdings überweisen nicht alle Ämter auf Sparkonten.

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