Umzugskosten kalkulieren

Kein Umzug wird sich ganz ohne Kosten bewältigen lassen. Selbst wenn Sie alle Arbeiten in Eigenregie organisieren und durchführen, werden Sie doch nicht umhin kommen, einen Umzugswagen zu mieten oder Ihre Helfer zu verköstigen. Generell ist der Hauptkostenpunkt der eigentliche Umzug: die Verpackung und der Transport von Möbeln und Hausrat. Danach folgen Renovierungskosten für die neue und eventuell die alte Wohnung, falls dort noch Schönheitsreparaturen zu erledigen sind. Auch sollten Sie bedenken, dass es passieren kann, dass nicht alle Möbel in Ihre neue Wohnung passen – dann kommen eventuelle Lagerkosten und/oder Kosten für die Anschaffung neuer Möbel auf Sie zu.

Verpacken, tragen, transportieren – möglichst Konto schonend

Es gibt viele Möglichkeiten einen Umzug zu gestalten: Vom Komfortumzug, bei dem ein Umzugsunternehmen alle Arbeiten übernimmt und Sie am Ende in die bereits eingerichtete Wohnung ziehen können, bis zum Mieten eines Transporters, den Freunde beladen.

Wenn Sie mit einer Spedition umziehen möchten, können Sie sich vorab im Internet unverbindliche Angebote von verschiedenen Umzugsunternehmen aus Ihrer Region einholen. Da sich die Kosten von Umzugsfirmen zum Teil erheblich voneinander unterscheiden, ist dieser Schritt äußerst empfehlenswert. Auch ist es ratsam, mit der Suche nach dem passenden Umzugsunternehmen möglichst frühzeitig zu beginnen, denn dann befinden Sie sich in einer weit besseren Verhandlungsposition, als wenn Sie erst eine Woche vorher – und dann händeringend – ein Unternehmen suchen.

Ziehen Sie selbstorganisiert um, stehen das Besorgen von Verpackungsmaterial, das Mieten eines geeigneten Umzugswagens und das Finden von Umzugshelfern auf dem Programm.

Günstige Wege zur richtigen Verpackung

Zum Verpacken Ihres Hausrats brauchen Sie Umzugskartons. Diese bekommen Sie in jedem Baumarkt – je nach Größe und Qualität müssen Sie zwischen 50 Cent und 2,50 Euro pro Karton rechnen. Auch im Internet gibt es unzählige Möglichkeiten, Umzugskartons günstig zu bestellen.

Tipp vorweg: Rechnen Sie vorher unbedingt aus, wie viele Kartons sie wirklich benötigen – und kaufen Sie dann noch zwei, drei zusätzliche Kartons auf Reserve – das hält die Kosten so gering wie möglich. Wenn Sie Geld sparen wollen können Sie sich auch bei Umzugsunternehmen Kartons leihen – dies ist insbesondere empfehlenswert, wenn Sie sicher sind, dass Sie die Umzugskartons nicht wieder brauchen. Auch Tauschbörsen im Internet sind einen Klick wert.

Und nicht vergessen: Neben Kartons brauchen Sie auch Verpackungsmaterial, Klebeband zum Verschließen der Kisten sowie ein paar Decken, um Ihre Möbel im Umzugswagen zu schützen! Diese Hilfsmittel werden ebenfalls von Umzugsunternehmen oder Autovermietungen angeboten.

Kostenfaktor Umzugswagen

Einen Umzugswagen bekommen Sie bei jeder Autovermietung. Je nachdem, ob Sie innerhalb einer Stadt umziehen oder eine längere Strecke vor sich haben, müssen Sie auch hier mit unterschiedlichen Kosten rechnen. Wie bei einem Umzug mit einem Umzugsunternehmen gilt auch hier: Der frühe Vogel fängt den Wurm, denn auch Autovermietungen planen gerne langfristig und werden Ihnen beim Preis eher entgegenkommen, wenn Sie frühzeitig buchen.

Vergleichen Sie kostenlos Angebote für einen Umzugswagen von unterschiedlichen Anbietern, direkt im Internet.

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Umzugshelfer engagieren

Günstige Umzugshelfer finden Sie in der Regel bei studentischen Jobbörsen – entweder direkt an der Uni oder im Internet. Die gängigen Preise liegen hier bei 10 bis 12 Euro pro Stunde. Manche Studenten bieten auch einen kleinen Umzugsservice an und können einen Mietwagen zur Verfügung stellen. Dies ist günstiger als der Umzug mit einer Spedition und Sie bekommen trotzdem verlässliche Qualität. Trotzdem sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Helfer Umzugserfahrung mitbringen – denn mit der Haftung kann es bei solchen rein privat organisierten Umzügen schwierig werden. Informieren Sie sich im Vorwege über Umzugshelfer und Schadensfälle!

Onlinesuche: Umzugshelfer im Internet finden.

Kosten beim Renovieren

Für Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung fallen vor allem Kosten für Tapete, Farbe und Lack an. Hier sollten Sie sich natürlich nicht für die teuersten Materialien entscheiden – zu sehr an der Farbe zu sparen kann allerdings im Nachhinein arbeits- und kostenintensiv werden: Billige Dispersionsfarbe weist in der Regel keine hohe Deckkraft auf, was dazu führt, dass Sie mehrere Anstriche und somit auch mehr Farbe benötigen. Für gute Dispersionsfarbe müssen Sie ca. 25 Euro für 30 m² einplanen, Tapete bekommen Sie für ca. 1 Euro/m².

Wenn Sie selbst keine Zeit haben, die Schönheitsreparaturen durchzuführen, können Sie natürlich andere mit der Arbeit beauftragen: Im Internet können Sie mit einem Klick gleich mehrere Angebote von Handwerkern abfragen.

Genereller Tipp: Bevor Sie Schönheitsreparaturen vornehmen, sollten Sie sich vergewissern, zu welchen Renovierungsarbeiten Sie tatsächlich verpflichtet sind – nicht alle einstigen Vereinbarungen im Mietvertrag sind heute noch zulässig.

Umzugskosten zurück bekommen

Die gute Nachricht zum Schluss: Viele Ihrer Umzugskosten können Sie in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Informieren Sie sich im Ratgeber "Umzugskosten und Steuern" über die Höhe der absetzbaren Posten und bewahren Sie alle Belege und Quittungen Ihrer Umzugskosten gut auf!

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